Profil
Titel: Ordentlicher Professor und Lehrstuhlinhaber für Digital Cultural Heritage Studies
Zugehörigkeit: Institut für Digital Cultural Heritage Studies, Ludwig-Maximilians-Universität München
Nicola Lercari ist ordentliche Professorin und Lehrstuhlinhaberin für Digital Cultural Heritage Studies an der LMU München. Er erhielt seinen Ph.D. 2011 schloss er sein Studium der Geschichte und Informatik an der Universität Bologna, Italien, ab und nahm an zahlreichen Forschungsinitiativen zum digitalen Erbe und zur digitalen Archäologie in Italien, den Vereinigten Staaten, Mexiko und der Türkei teil.
Im Jahr 2021 erhielt Prof. Lercari eine Professur an der University of California, Merced. Von dort wechselte er 2022 an die LMU München, um das neue Institut für Digital Cultural Heritage Studies aufzubauen. Sein Stipendium beleuchtet die grundlegende Rolle, die digitale und Geodatentechnologien bei der Untersuchung und dem Schutz von Stätten von kultureller Bedeutung, archäologischen Ausgrabungen/Museumssammlungen, Daten und Informationen spielen, die die kulturelle Vielfalt unseres Planeten beschreiben und dokumentieren.
Lercaris Veröffentlichungen umfassen Zeit und Raum von den antiken Städten Bologna (900 v. Chr. bis heute, Italien), Çatalhöyük (7100–5600 v. Chr., Türkei), Palenque (400–800 v. Chr., Mexiko) und Heloros (8.–2. Jahrhundert v. Chr.) bis zu den historischen Stätten Bodie und Fort Ross in Kalifornien. In den Jahren 2011–2017 führte Prof. Lercari archäologische Forschungen an der Weltkulturerbestätte UNESCO in Çatalhöyük in der Türkei durch und entwickelte dabei innovative Fernerkundungstechniken und Methoden der digitalen Archäologie zur Untersuchung, Interpretation und Verbreitung dieser wichtigen neolithischen Stätte. Im Jahr 2022 startete er sein erstes groß angelegtes Forschungsprojekt an der LMU München und begann eine Partnerschaft mit dem Institute for Digital Exploration der University of South Florida, um die griechische Festungsstadt Heloros im Südosten Siziliens zu vermessen und zu kartieren, um neue Erkenntnisse und Interpretationen des Ortes und seiner Kulturlandschaft zu generieren.
Sein neues Buch Preserving Cultural Heritage in a Digital Age: Sending Out an S.O.S. deckt den häufig stillschweigenden Verlust weltweit vorkommender archäologischer und historischer Stätten sowie des damit verbundenen immateriellen Erbes und der Sammlungen, Daten, Informationen und Kenntnisse auf.
