Profil
Mirko Surdi ist Doktorand der FWO – Fundamental Research (Hauptinstitution: Universität Gent; Partnerinstitution: Polytechnische Universität Mailand). Er erhielt einen BA in antiken Zivilisationen und Archäologie von der Universität Neapel „L'Orientale“ (in Zusammenarbeit mit IPE, CCUM). Nach seinem Umzug nach Venedig schloss er seinen MA in antiken Zivilisationen: Literatur, Geschichte und Archäologie an der Universität Ca' Foscari ab. Während dieser Phase seiner akademischen Laufbahn nutzte Mirko die Gelegenheit, mit der Polytechnischen Universität Mailand zusammenzuarbeiten und an archäologischen Expeditionen in Italien und international (Ägypten, Israel, Irak) mitzuwirken. Nach seinem Abschluss erhielt Mirko den Titel eines Ehrendozenten für Geschichte des Alten Nahen Ostens an der Universität Ca‘ Foscari in Venedig. An der Universität Gent arbeitet er an dem Projekt „Vom 21. Jahrhundert v. Chr. bis zum 21. Jahrhundert n. Chr. Neue methodische Ansätze für die Analyse eines Korpus unveröffentlichter Keilschrifttafeln“. Das Projekt zielt darauf ab, 200 unveröffentlichte Tafeln aus der Ur-III-Zeit (2112–2004 v. Chr.) zu analysieren und dabei modernste digitale Techniken wie Social Network Analysis (SNA), Reflectance Transformation Imaging (RTI), Photogrammetrie, 3D-Scanning und Computertomographie zu nutzen, um neue Erkenntnisse über antike Zivilisationen zu gewinnen. Mirko hat kürzlich zwei Zuschüsse erhalten, die den Einsatz eines Teilchenbeschleunigers der dritten Generation (Synchrotron) auf einer Gruppe von Keilschrifttafeln ermöglicht haben. Dieser innovative Ansatz ermöglichte es ihm, mit Salzverkrustungen bedeckte Tabletten zu lesen, ohne auf invasive Methoden zur Salzentfernung zurückgreifen zu müssen. Mirkos Leidenschaft für die Fotografie ist eng mit seinen akademischen und wissenschaftlichen Aktivitäten verknüpft. Mirko ist überzeugt, dass Fotografie einen erheblichen Einfluss auf die Erhaltung und das Verständnis des kulturellen Erbes haben kann, und unterstreicht die wichtige Rolle der Fotografie in der historischen Dokumentation und archäologischen Forschung durch die Möglichkeit, komplexe Details einzufangen und Artefakte visuell aufzuwerten.
